Worum es geht mit „Sembrando Vida“?

Das Projekt findet in den Anden von Peru statt (Provinz Huamanga, Comunidad Maucallacta), wo auf Grund des Klimawandels in den letzten 10 Jahren ein großer Rückgang der jährlichen Niederschläge zu beobachten ist. Direkte Konsequenzen sind Wasserknappheit und damit große Herausforderungen für die Ernährungssicherheit und Selbstversorgung der Gemeinde.

Die Projektidee ist es, mit der Gemeinde und insbesondere mit weiblichen Führungsakteurinnen, den Schutz des Oberlaufs der Flüsse Arimanahuaycco und Kallwaysuyo zu gewährleisten und eine effizientere und ökologischere Bewirtschaftung der Wasserressourcen partizipativ zu konzipieren und zu implementieren. Dafür sollen traditionelles Wissen und indigene Praktiken bzgl. Wassermanagement und Renaturierung mit ursprünglichen Pflanzen angewendet und damit neuvermittelt und aufgewertet werden. Das Projekt wird in der Planungsphase und der technischen Umsetzung fachlich und professionell begleitet.

Mit wem und für wen?

Mit dem Projekt werden 254 Einwohner (91 Frauen und 90 Männer) in ca. 70 Familien als Zielgruppen der Aktionen begünstigt. Das Projekt antwortet auf die Forderung der Mitglieder der Gemeindeverwaltung der Ortschaft Maucallaccta sowie der Regionalverwaltung für Wasser und Abwasser ("Juntas Administradoras de Servicios de Saneamiento" JASS), die um dringende Unterstützung und Begleitung gebeten haben, da Wasserknappheit in ihren Territorien seit 5 Jahren fast zum Dauerzustand geworden ist.

In der Durchführung des Projektes ist unsere Partnerorganisation in Peru SER (Asociación Servicios Educativos Rurales), eine gemeinnützige Organisation, deren Ziel es ist, den Aufbau von Kapazitäten, das Wissen und Technologietransfer sowie die politische Interessenvertretung zu fördern. Sie arbeitet mit der verarmten und historisch ausgegrenzten Bevölkerung, mit benachteiligten ländlichen und städtischen Organisationen und mit öffentlichen Einrichtungen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene.

Was wird getan?

Das Projekt beinhaltet folgende Maßnahmen, um der Wasserknappheit entgegen zu wirken:

Maßnahmen zur Sensibilisierung und Diagnose: Workshops mit den Gemeinden zur Diagnose und Analyse des Status Quo, Erstellung eines kommunalen Wassermanagementplans mit einem Ansatz für das Mikro Wassereinzugsgebiet, Präsentation des Plans und Genehmigung durch die Gemeinde

  • Maßnahmen zur Implementierung: Etablierung eines Implementierungskomitees und Implementierung des Wassermanagementplanes
  • Maßnahmen zur Verbreitung der im Projekt gewonnenen Erfahrungen und deren Verbreitung: Erstellung von Informationsmaterialien.

Das Programm soll die partizipativen solidarischen Traditionen (gemeinsame Pflanz- und Bauarbeiten) stärken und die weibliche Führung der Gemeinde fördern. Mit der Umsetzung der vorgeschlagenen Aktivitäten werden zukünftige Generationen die Bemühungen zur Bekämpfung der Wasserknappheit zu schätzen wissen und sich dessen bewusst werden, um diese Aktivitäten in ihrer Gemeinde fortzusetzen. Sie werden langsam und entsprechend ihres Alters in die saisonalen Arbeiten integriert.

Möchtest Du uns helfen

Super! Wir würden uns sehr freuen. Wie kannst Du mitmachen? Es gibt viele Möglichkeiten: Du kannst mit Öffentlichkeitsarbeit zum Projekt uns unterstützen (auf Deutsch, oder Spanisch), du kannst uns in der Abwicklung und weitere Entwicklung des Projektes unterstützen und natürlich können wir gemeinsam lernen und Veranstaltungen zum Thema Klima und Wasser aus einer globalen Nord-Süd Verzahnung mitorganisieren.